Absturztrinker
Absturztrinker trinken tage- oder wochenlang zuviel und sind dann dauernd schwer betrunken. Sie können bis zum Filmriss oder bis zur Bewusstlosigkeit trinken. Dann gibt es wieder abstinente Zeiten von Tagen bis zu Monaten. Mit der Zeit werden die abstinenten Zeiten immer kürzer. Absturztrinker zeigen allgemein immer mehr unkontrolliertes Verhalten, immer mehr Konflikte im Beruf, in Beziehungen und mit dem Gesetz.
Im Tram unterhalten sie sich überlaut mit dem Nachbar oder dem ganzen Wagen. Haben Mühe beim Aussteigen und fallen fast vors nächste Auto. Oder sie reissen sich ganz fest zusammen, um ja nicht aufzufallen - die Fahne fällt jedoch sicher auf!
Sie sagen zur Entschuldigung: „Ich bin kein Alkoholiker, weil ich nicht jeden Tag trinke – ich kann jederzeit aufhören!“
Pegeltrinker
Pegeltrinker trinken täglich während Jahren. Sie trinken immer mehr und zum Schluss „rund um die Uhr“, d.h. sie fangen frühmorgens an und hören spät nachts auf. Sie haben nur ganz selten Räusche, sind aber absolut unfähig zur Abstinenz. Sie haben am Morgen Entzugserscheinungen und fallen beruflich und in Beziehungen länger nicht auf. Sie haben oft bleibende körperliche Schäden vom Alkohol.
Im Tram verbreiten sie dezente Alkoholfahne schon am Morgen, vielleicht überdeckt durch ganz viel Parfum oder Pfefferminzbonbons, eventuell gerötete Gesichtshaut und glasige Augen.
Ihre Entschuldigung: „Ich bin kein Alkoholiker, ich bin ja nie betrunken!“
Quartalstrinker
Ein Quartalstrinker trinkt pegel- oder absturzmässig über Wochen oder Monate hinweg, dann wieder monatelange gar nichts.

