Was ist eine stationäre Behandlung?
Eine stationäre Behandlung heisst, sich für einen längeren Aufenthalt in eine Klinik zu begeben. Es gibt verschiedene Kliniken, die sich auf die Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigen spezialisiert haben. Auf verschiedenen Ebenen und mit verschiedenen Methoden wird versucht, mit den Abhängigen ein Leben ohne ihr Suchtmittel zu planen und "einzurichten".
Ein stationärer Aufenthalt ist sinnvoll, wenn die Alkoholabhängigkeit schon lange besteht oder die konsumierten Mengen riesig sind.
Was ist eine ambulante Behandlung?
Ambulante Therapie meint den Besuch einer Einzeltherapie, Gruppentherapie oder Selbsthilfegruppe an einer Fachstelle für Alkoholfragen, bei IOGT Schweiz oder Blauem Kreuz. Meistens ist das ein Mal pro Woche für eine Stunde. Ziel ist es, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, wie man ein Leben lang abstinent bleibt oder mit kontrolliertem Alkoholkonsum verbringt.
Wie wird eine Therapie finanziert?
Jegliche anerkannte Art der Behandlung, stationär oder ambulant, wird von den Krankenkassen mitgetragen oder sonst staatlich unterstützt. Man sollte jedoch nachfragen und bei der Krankenkasse eine Bestätigung anfordern, dass die Kosten übernommen werden.
Was gibt es für die Angehörigen?
Auch die Angehörigen von Alkoholabhängigen können sich an den Fachstellen Hilfe holen. Es gibt Einzelberatung und Angebote von Gruppengesprächen, wo sich mehrere Angehörige austauschen. Es existieren auch Selbsthilfegruppen von Angehörigen, z.B. der Anonymen Alkoholiker (Al-Anon), IOGT Schweiz und Blauem Kreuz.
Bei der jeweiligen Fachstelle nach Angeboten und Adressen fragen.
Adressen und Links
Adressen in deiner Region findest du unter www.infoset.ch, nach Regionen geordnet unter Beratung & Therapie
oder bei der SFA (Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) unter 021 321 29 11.

