Wenn jemand, der sich vorgenommen hat, nicht mehr zu trinken, wieder Alkohol trinkt - auch wenn es nur ein Glas ist, dann ist es ein Rückfall.
Oder wenn jemand mehr trinkt, als er sich vorgenommen hat, wenn es ein Kontrolliert Trinkender ist, zählt dies auch als Rückfall.
Rund 60-70% der Abhängigen in Behandlung haben einen oder mehrere Rückfälle. Das ist eine Enttäuschung für alle. Der Abhängige fühlt sich als Versager, und die Geduld und das Vertrauen der Angehörigen schmelzen.
Als Wichtigstes: den Rückfall sofort beenden! Die erste Frage lautet nicht, warum hast du wieder getrunken, sondern wann hörst du wieder auf. Über Auslöser und Überforderungen soll man nachher nachdenken. Als Angehöriger muss man den Rückfall ernst nehmen. Da möchte jemand aufhören zu trinken und das ist oft nicht beim ersten Anlauf möglich. Viele brauchen dazu viele Anläufe, aber richtig ist auch, dass man aus jedem Rückfall auch etwas lernen kann. Hauptsache, das Ziel bleibt, aus der Abhängigkeit auszusteigen.

