Angst auch noch Vater zu verlieren

hallo ich bin kara und ich weiß nicht mehr weiter. meine mutter ist vor 4 Monaten bei einem unfall gestorben. Seitdem versinkt mein vater in mitleit und redet nich mehr mit mir und geht nur noch arbeiten. Er gibt mir die Schuld, und das bin ich auch. Wäre ich nicht zu blöd gewesen und hätte kein Farradunfall gebaut, hätte meine mama nicht mit dem auto losfahren müssen und sie würde jetzt noch leben. aber denoch ich habe auch meine mama verloren und mein vater interssiert das nicht. er tut so als ob ich nicht da bin. letztens saß ich im bad und habe mich mal wieder geritzt und dann kam er rein, aber das hat ihn auch nich interessiert. ich weiß nicht mehr weiter. ich denke immer darüber nach, dass ich Schuld bin und ob ich mich nicht umbringen soll um alle glücklich zu machen. Ich habe sonst niemanden... in meiner familie sind alle tot oder es besteht kein kontakt. meine freunde sagen immer, dass nicht nicht Schuld bin und dass mit mein dad wieder wird. aber die wissen nicht wie das ist, erst seine mutter zu verlieren und dann auch noch sozusagen seinen vater zu verlieren. ich kann nicht mehr...

Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde

Es ist nicht deine Schuld

Liebe Kara

Gerne wäre ist jetzt bei dir, gerne würde ich dich jetzt in den Arm nehmen und dich etwas trösten. Aber leider kann ich nicht bei dir sein. Aber mit meinen Gedanken bin ich ganz fest bei dir und denk an dich. Auch wenn du es niemandem glaubst, ist es aber so, dass es nicht deine Schuld ist!! Es ist nicht deine Schuld, dass deine Mama jetzt nicht mehr lebt!! Auch wenn dir das schwer fällt zu glauben, ist es so!!! Bitte gib dir nicht die Schuld am Tod deiner Mutter!! Du und dein Vater leiden sehr stark unter dem Verlust und bei euch zu Hause herrscht eine unangenehme Stimmung.  Du hast bereits deine Mutter verloren und würdest jetzt die Zuneigung deines Vaters brauchen. Aber er kann dir das momentan nicht geben, darunter leidest du sehr. Zwischen dir und deinem Vater herrscht momentan "Funktstille" und er beachtet dich nicht. Ich kann verstehen, dass dich das fertig macht. Wenn es dir gut tun würde mit jemandem zu reden, dann muss das nicht zwingend ein Familienmitglied sein. Vielleicht gibt es ja auch eine nette Nachbarin, Lehrerin oder liebe Freundin deiner Mutter, der du dich anvertrauen kannst. Dir würde es bestimmt gut tun, wenn du dir mal alle deine Sorge von der Seele reden könntest und wenn es dann jemanden geben würde, der dich tröstet und in den Arm nimmt. Du kannst auch die Jugendberatung aufsuchen (oder zu einem Familienpsychologen gehen). Sie können dich bei deinem Trauerprozess und deiner schwierigen Situation zu Hause ebenfalls untersützen.

Laura

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