Angst vor dem Tod lähmt mich

Ich habe ihnen bereits mal geschrieben. Angst vor tot nun istes so ich befasse michh um nicht umsonst mit sowas. Jeden Abend vor ich einschlafen will denke ich: was ist wenn ich morgen Früh nicht aufstehe? Irgendwie rede ich mir das immer wieder ein. Ich habe Eine Stimme die dass auch sagt.

Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde

Die Angst vor dem Tod ist so natürlich wie der Tod selber

Liebe Céline

Sich solche Gedanken vor dem Einschlafen einzureden, kann einem ganz schön wahnsinnig machen. Es gibt fast nichts auf der Welt, das so ungewiss ist, wie, was nach dem Tod kommt. Und wenn man vor dem Einschlafen Anworten auf eine Ungewissheit, kann das dazu führen, dass sich die Gedanken nur noch um diese Frage kreisen. Man kann keine definitive Antwort finden und das kann Angst auslösen. Oder es kann einem das Gefühl geben, dass man sich gar nicht mehr von dieser Frage lösen kann.

Es ist tatsächlich so, dass du eines Tages sterben wirst. Dein Leben nimmt ein Ende. So wie jeder andere Mensch auf dieser Welt auch eines Tages sterben wird. Und deren Leben ein Ende nehmen wird. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, als vor diesem unverhinderbaren Ereignis nur Angst zu haben. Du könntest dich auch umso mehr an diesem Leben erfreuen und probieren das Beste draus zu machen. Du wirst es eines Tages nicht mehr haben. Dann wäre es doch gut, wenn du es jetzt als befristetes Geschenk ansiehst, an dem du dich umso mehr freust.

Dass du Angst vor dem Tod hast, ist gut und eigentlich ja auch normal - jeder Mensch hat einen Überlebensinstinkt (auch jedes Tier), der ihn am Leben hält. Das ist doch eine gute Einrichtung der Natur - hättest du keine Angst vor dem Tod, würdest du nie auf den Verkehr achten, völlig leichtsinnig Gift konsumieren, Hänge ungesichert runterstürzen, wilde Tiere streicheln.... Es gibt viele Gründe diese Beispiele nicht zu tun, der wichtigste ist: Du möchtest am Leben bleiben. Gut so! Die Natur hat aber eben auch eingerichtet, dass neues Leben nur entstehen kann, wenn altes vergeht. Wäre das nicht so, wäre der Planet Erde schon längst aus allen Nähten geplatzt und wir hätten keinen Millimeter Platz.

Es gibt verschiedene beruhigende Annahmen, die dazu führen, besser mit der Angst vor dem Tod umzugehen. Viele Menschen verdrängen diese Angst einfach und warten darauf, dass der Tod eines Tages kommt. Nach dem Motto 'man kann eh nichts dagegen tun'. Leute, die sich darüber Gedanken machen, müssen herausfinden, was für sie persönlich am Besten aufgeht. Einige finden Antworten in Religionen. Andere in Wissenschaften. Ich habe dir schon mal geraten, deinen für dich Besten Umgang mit diesem Thema zu finden. Ich tue das weiterin.

Ein Gedankenanstoss: Das Universum muss Leben vernichten, damit neues entstehen kann. Wenn Leben zerfällt, zerfällt der Körper. Auf einer detaillierteren Ebene sind das Atome, die zerfallen. Wenn diese Atome irgendwo herumschwirren, werden sie wieder andere finden, die sich mit denen zusammentun. Es wäre doch eigentlich sinnvoll, wenn das Universum die Energie dann wieder in einer anderen Form für weiteres Leben zurückholt oder? Ich glaube, es kann beruhigend sein, zu akzeptieren, dass die Natur ein Kreislauf ist, die, damit Platz für Neues geschaffen wird, Altes absterben lässt und wieder für die Entstehung von Neuem braucht. Da wir Menschen Teil der Natur sind, sind wir auch Teil dieses Kreislaufs. Warum das so ist, kann man nicht so genau wissen, und muss jede/r für sich herausfinden.

Claire