Chaos

hallo...

ich schreibe nochmal...:)

es geht hier um mein leben, es herrscht einfach CHAOS!

Ich bin letzten Herbst weggezogen und wohne in einer neuen stadt. Das ganze halbjahr über war ich eigentlich ganz zufrieden mit meinem leben, aber ich habe mich kaum auf die schule konzentriert...

und meine alten freunde hab ich natürlich auch sehr vermisst!

naja und jetzt muss ich ein jahr wiederholen, ich kenn meine neue klasse schon sie ist sehr nett:)

das andere problem ist einfach ich hab das ganze letzte halbjahr über so Angststörungen/Panikattacken bekommen wenn ich zuviel nachgedacht habe. Ich habe mir schreckliche Sachen ausgemalt und war einfach völlig unsicher.



dazu noch ein paar sachen mit jungs, alle enttäuschend.



und meine besten freunde dröhnen sich die ganze zeit zu, aber dazu habe ich schon eine andere nachricht geschrieben;)



was will ich bloss ausdrücken... ich will mich für die schule anstrengen können und einfach glücklich und zufrieden sein... aber irgendwie geht es schlecht, ich trinke zuviel alkohol, spüre die tendenz, andere (härtere) drogen auszuprobieren, und überhaupt, in mir sind zwei seiten: die vernünftige und die andere seite, die einfach aus frustration vom leben alles macht, um ein bisschen gut drauf zu sein (alk trinken, kiffen...)



ich muss einfach etwas finden für meine freizeit, habe schon mit theater anfangen und ich werde auf alle fälle weitermachen. doch irgendwie bin ich trotzdem nicht so wirklich zufrieden. ich denke oft über meine vielfältige vergangenheit nach und es gefällt mir einfach nicht, wie es alles dazugekommen ist.



Ich kenne es nur zu gut, mein leben druch Umzug/andere faktoren verändern zu müssen. Ich fühle mich einfach total verarscht! jedes mal wenn ich etwas festes besitze, wo ich mich dran klammern kann, wie z.B. meine alte clique, mein altes leben, muss es zerstört werden!



hilfe!

Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde

Das Leben in die Hand nehmen

Hallo Alexandra

Liebgewonnenes loslassen zu müssen, ist schmerzhaft. Noch schwieriger wird es, wenn man den Eindruck hat, dass man dem Verlust ohnmächtig ausgeliefert ist und selber nichts beeinflussen kann. Oft löst das eine Krise aus, wo Orientierungslosigkeit herrscht und sich die Frage nach dem Sinn des Ganzen stellt. Dem kann auch eine Depression folgen. Anzeichen dafür sind mitunter Antriebslosigkeit, Rückzug, Konzentrationsschwierigkeiten, Angstzustände und tiefe Traurigkeit.

Möglicherweise lässt sich deine aktuelle Befindlichkeit mit dem Zustand einer Depression vergleichen. Um davon wieder herauszukommen, ist es wichtig, dass du wieder Dinge tust, die du selber beeinflussen kannst. Ein ausgewogenes Mass an Bewegung und Entspannung ist dabei sehr hilfreich. Versuch dich täglich für eine Viertelstunde oder auch mehr an der frischen Luft zu bewegen durch Walken, Laufen oder Radfahren. Dann bau in deinen Tagesablauf eine feste Zeit fürs Entspannen ein. Das kann ein wohlduftendes Vollbad sein, der Gang in die Sauna oder auch gezielte Entspannungsübungen wie Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training. Regelmässiges Üben in kleinen Schritten erhöht den Erfolg. Mit zunehmender Fähigkeit dich entspannen zu können, wirst du merken, dass auch deine Konzentrationsfähigkeit zunimmt und du dich ausgeglichener fühlst. Gönn deinem Körper und deinem Geist diese Zuwendung. Und dann unternimm mit guten Kollegen Dinge, die dir Freude machen. Herzlich lachen können, löst so manche Anspannung. Den Alkohol versuch aus dem Spiel zu lassen, denn seine Wirkung mag anfänglich euphorisierend wirken, doch verstärkt er über die Zeit die depressiven Verstimmungen. Das du mit dem Theaterspielen weiter machst, finde ich gut. Da bist du mit Kollegen zusammen, kannst neues ausprobieren - und das Leben in die Hand nehmen.

karin

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