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Die Mutter meiner Freundin vertraut nicht

Meine Freundin hat ein Problem. Ihre Mutter kommt nicht damit klar, dass sie erwachsen wird. Sie ist nun 16 und ihre Mutter zieht die Grenzen immer enger. Sie darf nirgendwo ohne elterliches Geleit hin, zum Beispiel aus dem Grund, dass sie auf Jungs treffen könnte. Der Umgang mit Jungen ist ihr verboten. Ihre Mutter vertraut ihr nicht, und das hintergrundlos. Inzwischen hat meine Freundin Angst vor ihrer Mutter. Sie hat schon alles versucht, versucht mit ihr zu reden, ihr die Probleme aufzuschreiben, davon abgesehen, dass sie diese Umstände zu Hause schon lange ausgehalten hat. Doch die Mutter geht nicht auf sie ein, hört nicht zu (den Zettel, auf dem meine Freundin ihre Probleme aufgeschrieben hatte, hat die Mutter ohne ihn zu lesen weggeschmissen).

Ich würde ihr gerne helfen, doch für das Jugendamt sind die Probleme zu nichtig und ihre Mutter rastet sehr schnell aus und schreit herum, wenn meine Freundin ihr diese Ungerechtigkeiten erklärt. Also kann man sich denken, was passiert, wenn eine Freundin anfängt, Probleme zu regeln. Kurz: Ich weiß nicht, wie ich helfen kann. Hat jemand eine Idee?

Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde

Vertrauen

Liebe Ciara

Du hast wohl recht damit, dass es die Mutter als weiterer Angriff ansehen würde, wenn du deiner Freundin in diesen Dingen helfen willst. Vermutlich wäre der umgekehrte Weg besser, und zwar, wenn die Mutter dich als jemanden erlebt, dem sie - in ihrer komischen, strengen Welt - vertrauen kann. Vertrauen ist der einzige Weg zu mehr Freiheit in dem Fall. Auch wenn deine Freundin das Vertrauen längst verdient hätte, ihre Mutter ist eben eine wirklich harte Nuss. Deshalb unterstützt du sie am Besten, wenn du viel Spass mit ihr hast, wenn sie dann mal raus darf, dich auch viel bei dieser Mutter zeigst und zeigst, dass auch du ein "liebes Mädchen" bist und auf keinen Fall deine Freundin davon überzeugst, Regeln zu brechen. Es ist einfach so, dass die Eltern bis zur Volljährigkeit bestimmen dürfen, manchmal ist es wirklich ungerecht.

kim