Es läuft nicht so gut mit den Freundinnen

Ich bin zurzeit total überfordert, ich werde immer von so einem Gefühl übermannt und das macht mich so traurig. Zuhause geht es mir ganz gut, doch in der Schule fühl ich mich so allein auch unter meinen Freundinnen. Ich bin immer die, die fragt ob man was zusammen machen kann, das nervt mich, weil ich in letzter Zeit nicht gefragt habe und wir deshalb nichts gemacht haben. Auch mit meiner ABF läuft es nicht so gut sie hat mit neuen Hobbys angefangen und kaum noch Zeit und Lust etwas mit mir zu machen, das macht mich sauer und sehr traurig. Außerdem ist sie bei Verabredungen immer schnell weg, weil sie wichtiges auf Facebook machen will und sie liest alles und erzählt immer irgendwas als ob sie alles wüsste, früher war sie nicht so oberflächlich. Ich empfinde manchmal einen richtigen Hass ihr gegenüber, doch das tut mir doch auch so Leid. Aber ich weiß nicht was ich machen soll gegen dieses Gefühl, denn es hält jetzt schon länger an. Manchmal würde ich einfach woandershin, doch wenn ich sie aufgebe hab ich gar keine Freunde mehr. Bei meinem Bruder ist das so anders, ihn rufen alle an und wollen was mit ihm machen, doch er hat meistens keine Lust und sagt er hätte was anderes vor, so was verstehe ich nicht, ich würd mich so freuen, wenn von den anderen auch was kämen. Ich hab auch schon mehrmals mit ihnen darüber geredet, doch es ändert sich nichts und sie scheinen alle glücklich zu sein, so wie es ist, obwohl ich ihnen erklärt habe, dass mir das ganz anders geht, doch sie scheinen sich nicht dafür zu interessieren und schließen mich mehr und mehr aus. Am liebsten wurde ich auf eine neue Schule, doch ich kann ja nicht einfach wegrennen, außerdem würden meine Freundinnen das nicht verstehen, denn sie finden die Situation ganz toll und wollen keine Veränderung. Was soll ich tun? Danke schon mal im Voraus und LG Miri

Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde

Alle verändern sich

Liebe Miri

Ich verstehe, dass dich die Situation mit deiner ABF und auch mit deinen anderen Freundinnen traurig und sauer macht und dich manchmal sogar mit Hass erfüllt. Du willst ja eigentlich nur, dass ihr weiterhin Freundinnen seid, aufeinander achtet und euch Mühe füreinander gebt. Manchmal ist es nun mal so, dass sich Freunde verändern. Das kann die grösste Freundschaft kaputt machen, weil die Gemeinsamkeiten, die die Freundschaft ja erst entstehen lassen haben, plötzlich fehlen. Leider ist es nichts Ungewöhnliches, dass Freundschaften auseinandergehen. Gerade in der Pubertät verändern sich manche Menschen sehr (andere weniger). Es ist gut, hast du mit ihnen geredet. Das hat bestimmt Überwindung gebraucht. Trotzdem hat sich nichts verändert. Auch wenn du traurig darüber bist, dass dich an deiner ABF und deinen Freundinnen schon länger eine ganze Menge stört, macht es keinen Sinn, wenn du an der Freundschaft festhältst, nur weil du Angst davor hast, sonst allein zu sein. Denn sich innerlich langsam von den bisherigen Freundinnen zu verabschieden, heisst ja nicht, dass ihr gar nichts mehr miteinander zu tun haben müsst. Doch öffne dich für neue Freundschaften, gehe auf andere Menschen zu. Denn so wie sich deine Freundinnen verändert haben, hast du dich auch verändert und auch alle anderen um dich herum. Vielleicht verstehst du dich jetzt plötzlich super mit Mädchen, von denen du das noch vor einem Jahr überhaupt nicht gedacht hast.