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Mutter gegen Antidepressiva

Hallo ihr:-)

Ich bin seit 2 Wochen in psychotherapeutischer Behandlung auf Grund von Depressionen.

Da ich, laut meiner Therapeutin, ohne Anti-Depressiva nicht therapierbar bin,habe ich einen Termin bei einer Fachärztin bei mir in der Praxis. Meine Eltern müssen für die Gabe von Medikamenten natürlich ihr Einvertsändnis geben, da ich noch 13 bin.

Ich habe es meiner Mutter erzählt und sie ist aus allen Wolken gefallen und meinte, dass ich ja nicht krank bin, obwohl ich mittelschwere bis schwere Depressionen diagnostiziert bekommen habe. Vor ihren Augen.

Auf jeden Fall stellt sich meine Mutter total quer und will nicht das ich diese Medikamente bekomme. Mein VAter sieht das ganz anders und sagt eigentlich, dass wenn es gut für mich ist, ich es machen soll.

Meine Mutter ist der totalen Überzeugung die Medikamente würden abhängig machen und bringen nichts.

Ich habe keine Ahnung wie ich damit umgehen soll..

Könnt ihrmir sagen ob ich trotz, dass sich meine Mutter so quer stellt Medikamente bekommen kann? Weil mein Vater stimmt dem ja zu und ohne Medikamente bin ich nicht mehr richtig in der Lage meinen Alltag ohne weiteres zu bestehen..

Danke für eure Hilfe..

Alina.

Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde

Eltern könnten mal in die Therapie mitgehen

Liebe Alina

Dir geht es nicht gut und da macht es alles noch schlimmer, dass deine Mutter nicht erkennt, wie schlecht es dir geht und gegen ein Antidepressivum ist. Es müssen bestimmt nicht beide deiner Eltern einverstanden sein, damit du das Medikament erhältst. Und wenn dich deine Ärztin als urteilsfähig einschätzt, darfst du sogar selbst entscheiden, ob du das Medikament willst oder nicht. Aber die Unterstützung deines Vaters hast du immerhin schon. Es wäre nun auch noch schön, wenn deine Mutter verstehen würde, wie es dir geht und dich ebenfalls unterstützen könnte. Hast du die Sache schon mal mit deiner Therapeutin besprochen? Vielleicht könnten deine Mutter oder beide Elternteile mal in eine Sitzung mitkommen und deine Therapeutin könnte deine Eltern über Depressionen und über Antidepressiva aufklären. Es stimmt zum Beispiel nicht, dass Antidepressiva abhängig machen und sie helfen vielen Menschen, die an Depressionen leiden. Wenn deine Mutter dann versteht, dass es dir wirklich schlecht geht und du an mittelschweren bis schweren Depressionen leidest, würde sie vielleicht mehr Verständnis für deine Situation zeigen und sich nicht mehr so stark gegen die Medikamente stellen. Überlege dir das mal und rede auch mit deiner Therapeutin darüber. Das ist bestimmt noch eine zusätzliche Belastung für dich, die du nicht auch noch brauchen kannst! Es ist auf jeden Fall schon mal ein super Schritt von dir, dass du in einer Therapie bist und was gegen die Depressionen machst.

Rebecca