Wie mache ich nach den Sommerferien weiter?

heei

mein problem ist eigentlich total behindert....

ich ertrage keine zickereien, provokationen, mobbingattacken - NICHTS! sogar eine frage "seid ihr bff?????" macht mich depressiv. ich bin 14..

oft gehe ich zu meiner mutter, rede mit ihr darüber, dann sagt sie, ich sei nur ein "finöggeli" das nichts ertrage und schickt mich weg. mit dem schuldirektor habe ich versucht zu reden... hat schon etwas gebracht, es geht aber vor allem um mich. wisst ihr, ich gehe zu einer therapeutin, doch die kann mir auch nicht viel helfen. ich singe, gehe reiten und treffe mich manchmal mit nachbarn oder anderen aus der paralellklasse. jetzt sind's noch 11 wochen bis zu den sommerferien. da besteht die möglichkeit die klasse zu wechseln, jedoch würde es dann einen riesen aufstand geben und alle würden mich fragen kommen, wieso ich gewechselt habe...

ich würde am liebsten auf eine andere schule gehen, doch meine mutter würde das NIEMALS erlauben. was soll ich bloss tun? am liebsten würde ich sterben, es hat alles keinen sinn mehr..

achja, ich gehe auf's gymnasium. und in der klasse bin ich nicht wirklich eine aussenseiterin, leider aber nicht so beliebt... ich sitze oft alleine. mit den jungs verstehe ich mich gut, bei den mädchen habe ich nur eine person, die mich selten unterstützt... ich rede oft mit ihr, doch sie ist lieber mit anderen zusammen...

meine frage ist vor allem: wie mache ich nach den sommerferien weiter??

ich kann nicht mehr in diese klasse gehen, ich habe sie satt. es sind alle mädchen so gemein zu mir, wenn ich mich neben sie hinsetze, gehen sie weg. ich habe oft versucht, mit ihnen zu reden, doch sie geben mir keine chance mehr.

ich darf mich nicht umbringen, oder?? also ich weiss, die frage ist behindert, aber ja. was soll ich machen?

Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde

Du bist kein Finöggeli!

Liebe Emma

Ich glaube überhaupt nicht, dass du ein Finöggeli bist. Niemand, der Zickereien, Provokationen und Mobbingattacken, wie du es beschreibst, ausgesetzt ist, steckt das einfach weg. Da müsste man schon übermenschlich gelassen bleiben. Doch ich denke, du bist auf einem guten Weg. Denn du sprichst dein Umfeld darauf an, du hast Hobbys, du verstehst dich mit den Jungs aus deiner Klasse und du suchst nach Lösungen für dein Problem (also ich meine jetzt die Klassenwechsel-Lösung). Ich denke, du solltest deine Therapeutin unbedingt darauf ansprechen, dass dir die Sitzungen bei ihr nicht wirklich helfen, falls du es nicht schon getan hast. Denn dann kann sie vielleicht die Strategie deiner Behandlung ändern. Mit deiner Mutter solltest du unbedingt weiter reden, auch wenn sie dich nicht ganz versteht, wichtig ist, dass du deine Sorgen los wirst. 

Nun, ich denke ein Klassen- oder Schulwechsel bringt nur wirklich etwas, wenn du in eine Klasse kannst, in der du ein paar Leute kennst, die du gut magst und die deine Freunde werden könnten. Sonst würde ich dir raten, Freunde ausserhalb deiner Klasse zu suchen und den Mittag und die Pausen mit ihnen verbringen. Und in der Klasse verbringst du die Zeit eben mit den Jungs, die sind meistens lustig und weniger kompliziert als Mädchen. Die Hauptsache ist, dass du so wenig wie möglich alleine bist. Ignorier die anderen Mädchen einfach - innerlich und äusserlich. 

Lieber Gruss

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