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einsam

ich (w,17) bin seit 11 monaten mit meinem freund (19) zusammen. wir hatten schöne zeiten und auch mal weniger schöne aber es hat sich alles immer geregelt , weil wir uns geliebt haben. jetzt liebt er mich nicht mehr.. er gibt es nicht direkt zu, weil er nicht will, dass ich mir was tu. ich kann nicht mehr alleine sein. in meinem leben bekomme ich nichts mehr hin und jetzt klappt weder was in der schule (gerade 11. klasse angefangen,schaffs einfach nicht..!) noch in der liebe. ich hätte morgens keinen grund mehr, aufzustehn und würde -schwach wie ich nunmal bin- immer nur weinen. keiner kann mir mehr helfen, weil ich mich so an ihm festgemacht habe. bin in der schule einige male zusammengebrochen, aber es scheint niemandem bewusst zu sein, dass mich etwas wirklich belastet. ich hänge an ihm und kann einfach die einsamkeit jetzt schon nicht mehr ertragen. ich weiß nicht, ob ich will, dass er mich verlässt(da ich ja weiß,dass er kaum noch gefühle hat) oder ob ich ihn einfach behalten möchte und genießen soll solang es eben geht! ich würde gerne langsam anfangen, mich von ihm zu lösen ohne dass es zu sehr weh tut... aber wie geht das? wie beginnt man, jemanden zu vergessen ?

das hört sich alles wahrscheinlich sehr nach "oh mein leben ist so scheiße, ich bin so allein" an.. und wirkt , als wäre mir nicht bewusst, dass es schlimmere dinge gibt... aber wenn meine oma bald stirbt.. kann ich dann nicht einfach hinterher? bitte helft mir, ich bin wirklich am ende und schreibe und MEINE diese worte wirklich so, wie ich sie seit einiger zeit schon empfinde.

liebe grüße

Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde

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Liebe babybu

Beginne dich anderen Menschen gegenüber zu öffnen. Du musst keine Angst haben, dass die Menschen deine Gefühle der Einsamkeit belächeln. Denn viele kennen das, die Menschen gehen einfach unterschiedlich damit um. Beginne mit anderen Personen, die du magst und denen du vertraust, zu sprechen und Dinge mit ihnen zu unternehmen. Sprich deine Oma auf deine Einsamkeit an, sie hat schon viel erlebt und kennt diese Gefühle auch und ausserdem liebt sie dich. So löst du dich langsam von der emotionalen Abhängigkeit zu deinem Freund. Denn selbst wenn deine Vermutungen falsch sind und er bei dir bleiben will, ist das besser für dich. Beginne ein bisschen so zu leben, als ob du nicht traurig wärst. Deine Gefühle beeinflussen dein Verhalten, deine Konzentration in der Schule, dein soziales Leben. Umgekehrt funktioniert das nicht perfekt, aber es klappt auch. Das heisst, steh am Morgen auf und versuche, den Tag so zu gestalten, wie du denkst würdest du es tun, wenn du glücklich wärst. Das ist anstrengend und braucht etwas Zeit und Geduld, aber es funktioniert. Bestimme du, wo es mit deinen Gefühlen lang geht.

Lieber Gruss, Kim