ich weis langsam nicht mehr was ich machen soll

ich habe schon ein abschiedsbrief geschrieben. ich glaube ich solte gar nicht leben, wurde per not op geholt da ich die nabelschnur 2 mal um meinen hals gewickelt hatte. mit 6 jahren wurde ich fast umgebracht und ca. 9 monate später wurde mir was angetan, was niemand weis und worüber ich heute noch nicht reden kann.

als ich dann meine erste feste freundin hatte, lief es auch nicht besser sie hat mich nur verarscht, belogen und betrogen hat nen haufen schulden auf meinen namen gemacht. als ich dahinter kam hat sie gleich schluß gemacht. jetzt bin ich pleite. nach jahren hatte ich dann bis vorgestern ne freundin die hat jetzt auch schluß gemacht mit den worten ich hasse dich.

jetzt hocke ich schon 2 tage in einem keller weder was getrunken noch gegessen. ich kann einfach nicht mehr

Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde

Tief verletzt

Hallo DU

Jahrelang hattest du eine Freundin und wahrscheinlich hattet ihr oft eine gute Zeit zusammen. Jetzt hat sie dich verlassen und dich sehr verletzt. Diese Zurückweisung holt in dir alle Gefühle von früheren Zurückweisungen herauf. Das lässt dich zutiefst verzweifelt im Keller hocken.

Du schreibst, du glaubst, du solltest gar nicht leben, da du per Notoperation und stark gefährdet auf die Welt gebracht wurdest. Von aussen betrachtet, könnte das auch genau das Gegenteil heissen. Ein Kind, das so auf die Welt kommt, will unbedingt leben. Und es scheint, dass du auch nachher gekämpft hast, für dich selber gekämpft hast.

Du kannst kämpfen und du kannst überleben. Nun wünsche ich dir, dass du den Mut hast, jemanden in dein grosses Geheimnis einzuweihen. Ich glaube, es ist zu schwer um es ganz alleine zu tragen. Du hast hier geredet. Du kannst auch weiterhin reden. Du hast jemand, der dir zuhört. Wenn dein Geheimnis nur unter 4 Augen ausgesprochen werden kann, dann such dir sorgfältig jemand dafür aus. 

Lass dieses Kind nicht vergebens auf die Welt gekommen sein, gib diesem Kind das Recht, ein Leben zu gestalten und schöne Seiten dieses Lebens zu entdecken.

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